Solo Show „#UNFINISHED-TRACES. Viron Erol Vert. Ich mag keine Ausländer, aber bei dir ist es was anderes / I don't like foreigners, but you are different”

18.09.2020 - 11.10.2020

Soft Opening: Friday, September 18th, 2020, 12-7 pm. Sound performance with Headless Horsemen: 6-7 pm

Hamburger Kunstverein

Der Soundkünstler Headless Horsemen hat erstmalig in Kollaboration mit Viron Erol Vert für das Ausstellungskonzept „Ich mag keine Ausländer, aber bei dir ist es was anderes“ eine siebenteilige experimentelle Audio-Collage und umfassende musikalische Verbindungen zu den gesamten Anteilen des eigenen Ich’s, zu dessen fremden und verdeckten Teilen erarbeitet. In metaphorischer Bezugnahme auf Freuds topisches Modell des psychischen Apparats – bestehend aus Ich, Es und Über-Ich und dem siebenstufigen Weg des menschlichen Seins des Sufisums, werden den Besucher*innen die Zusammenhänge und Gegensätzlichkeiten dieser Thematik musikalisch eröffnet und setzten die daraus entstandenen, unterschiedlichen Klangsprachen im Zeitraum der Ausstellung mit den Besucher*innen zueinander in einen Dialog. Dazu wird in einem als Eröffnungsmoment der Ausstellung gedachten Soundperformance, ein musikalisches Experiment zur Frage der menschlichen Selbstwerdung aus den verschiedenen kulturellen Kontexten betrachtet und miteinander verbunden.

Der Titel der Einzelausstellung „Ich mag keine Ausländer, aber bei dir ist es was anderes“ von Viron Erol Vert formt sich um einen Satz, mit dem der Künstler seit seiner Kindheit in den unterschiedlichen kulturellen Kontexten und Sprachen, aus denen er stammt, konfrontiert worden ist und der ihn bis zum heutigen Tag begleitet. Die verschiedenen und teils widersprüchlichen Momente, die der Satz in sich birgt, bilden den semantischen Rahmen, in dem Vert sich künstlerisch mit den verschiedenen Aspekten und Sichtweisen des Eigenen und des Fremden auseinandersetzen möchte. Aufgewachsen ist Vert zwischen dem Norden Deutschlands, Istanbul und Athen in einem multikulturellen familiären Umfeld. Seit seinem Studium in Berlin lebend, arbeitete er parallel seit über 20 Jahren in verschiedenen subkulturellen Kontexten und der Clubszene Berlins. Der im Titel zitierte Satz steht somit in enger Verbindung zu Verts eigener Biografie, die vom Zustand des Dazwischen-Seins geprägt ist. In diesem Dazwischen laufen verschiedene Kulturen, Sprachen, Sichtweisen und auch Lebensauffassungen zusammen und verbinden sich so zu einer hybriden Identität. Ausgehend von einer durchgängigen Gleichberechtigung und rhizomatischen Vereinigung der unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Menschen, stellt sich aus der Perspektive des In-der-Mitte-Seins noch einmal mehr die fundamentale Frage: Wo fängt das Ausländische, das Fremde an und wo hört es auf?

Die Ausstellung zeigt sich als audio-visuelle Assemblage, die die Besucher*innen mit den drei künstlerischen Ausdrucksformen Malerei, Objekt und Sound zusammenbringt und zu einer Einheit verbindet. //

The sound artist Headless Horsemen, in collaboration with Viron Erol Vert, has for the first time created a seven-part experimental audio collage for the exhibition concept „Ich mag keine Ausländer, aber bei dir ist es was anderes“ ("I don't like foreigners, but it's different with you"), as well as comprehensive musical connections to the entirety of the self, to its foreign and hidden parts. In a metaphorical reference to Freud's topical model of the psychic apparatus - consisting of the ego, id, and superego, and the seven-step path of human existence of the Sufisum, the connections and contrasts of this theme are musically opened up to the visitors, and the resulting different sound languages enter into a dialogue with each other during the exhibition. To this end, a sound performance, conceived as the opening moment of the exhibition, is a musical experiment on the question of human self-development from the various cultural contexts, which will be considered and connected with each other. 

The title of Viron Erol Vert's solo exhibition „Ich mag keine Ausländer, aber bei dir ist es was anderes“ (“I don't like foreigners, but you are different”),  is formed around a sentence that the artist has confronted since childhood. This is a sentence which he has encountered in different cultural contexts and languages, from his past until today. The various and sometimes contradicting moments contained in such a sentence form the semantic framework in which Vert would like to artistically deal with various aspects and perspectives of the position of oneself and the position of the outsider. Vert grew up between northern Germany, Istanbul and Athens in a multicultural family environment, and has been living in Berlin since his studies. In addition to his artistic practice, he has worked in parallel for over 20 years in various sub-cultural contexts and from within the Berlin club scene. Vert’s use of this sentence is therefore closely related to his biography, which is particularly shaped by the state of being in-between. In this in-between, different cultures, languages, perspectives and also views of life converge and thus combine to form a hybrid identity. Based on a consistent equality and rhizomatic union of different cultures, languages and people, the perspective of being-in-the-middle proffers a fundamental question: Where does the foreign begin, and where does it end?

The exhibition shown as an audio-visual assemblage that brings the visitors together. Three artistic forms— expressionist painting, objects and sound—bring the audience into this unity.

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