»Kingdom« von Anne-Cécile Vandalem / DAS FRÄULEIN (KOMPANIE). Frei nach »Braguino« von Clément Cogitore. Letzter Teil der Trilogie »Tristesses, Arctique, Kingdom«, erschienen bei Actes-Sud Papiers

09.04.2022 - 10.04.2022

Termine: Samstag, den 09.04.2022, 20:30-22:10 Uhr und Sonntag, den 10.04.2022, 18:00-19:40 Uhr

Schaubühne Berlin

»Kingdom«, das »Königreich«, eine einfache Holzhäusersiedlung, liegt in der sibirischen Taiga, inmitten undurchdringlicher Birken­wälder, an einem kleinen Fluss. Fernab des Lärms der großen Städte und der Enge der menschlichen Zivilisation wollen zwei Geschwister mit ihren Familien und Kindern in dieser ebenso schönen wie gefährlichen Natur ein neues Leben aufbauen. Doch auch im Paradies währt der Friede nicht lange: Misstrauen, Eifer­sucht und Gier, vor denen sie eigentlich geflohen waren, holen die Familien ein und fordern ihren Preis: Eine Fehde entzweit schon bald die Mitglieder der beiden Familienteile, ein Holzzaun trennt ihre Häuser. Man kämpft um Jagdreviere, wildert, setzt Brände und vergiftet die Haustiere der Nachbar_innen. Wenige Meter vom Schlachtfeld der Erwachsenen entfernt, stehen die Kinder und blicken unwissend, verständnislos, aber auch durchaus neugierig durch die Lücken im Zaun hinüber auf die verbotene Seite. Als ein Filmteam kommt und die Familienmitglieder vor der Kamera interviewt, treten nach und nach die Hintergründe der mehrere Generationen umspannenden Tragödie zutage.
»Kingdom« ist nach »Tristesses« und »Arctique« der letzte Teil einer Trilogie der belgischen Regisseurin Anne-­Cécile Vandalem über das Scheitern der westlichen Zivilisation. Besonders interessiert sie in »Kingdom« die Perspektive der Kinder, die in eine von Erwachsenen verwüstete Welt hineingeboren werden und auf den Trümmern einer zerstörten Utopie eine Zukunft für sich aufbauen müssen. Die Geschichte basiert auf wahren Tatsachen und ist im Dokumentarfilm »Braguino oder die unmögliche Gemeinschaft« von Clément Cogitore zu sehen, der von der Fehde einer entzweiten Familie in der ostsibirischen Taiga handelt. Motive daraus verarbei­ tet Anne-­Cécile Vandalem in »Kingdom« zu einer atmosphärisch dichten Parabel über die Unmöglichkeit, in Frieden zu leben.

Mit: Arnaud Botman, Laurent Caron, Philippe Grand’Henry, Épona Guillaume, Zoé Kovacs, Dokumentarfilmteam: Federico D’Ambrosio, Leonor Malamatenios, die Kinder: Juliette Goossens – Ida Mühleck, Lea Swaeles – Léonie Chaidron, Daryna Melnyk – Eulalie Poucet, Isaac Mathot – Noa Staes, die Hunde: Ice, Oméga, Olrún
Musiker: Vincent Cahay
Bühne: Ruimtevaarders
Musik: Vincent Cahay, Pierre Kissling
Fotografie und Kameraregie: Federico D’Ambrosio
Dramaturgie: Sarah Seignobosc
Licht: Amélie Géhin
Video: Frédéric Nicaise
Sounddesign: Antoine Bourgain
Kostüm: Laurence Hermant
Maske: Sophie Carlier
Regieassistenz: Pauline Ringeade, Mahlia Theismann
Technischer Direktor: Damien Arrii
Requisite: Philippe Vasseur
Kamera: Leonor Malamatenios
Produktion: Daria Bubalo
Administration: Lila Pérès
Tour Manager, Kommunikation: Jill De Muelenaere
Produktionsleitung, Administration
Touring: Audrey Brooking
Kindertrainerinnen: Lara Ceulemans, Julia Huet Alberola
Tiertrainerin: Victorine Reinewald
Kinderbetreuung: Anne Lahousse, Fabien Castan.

Koproduktion: Théâtre de Liège, Festival d’Avignon, Théâtre National de la Fédération Wallonie­Bruxelles, Odéon – Théâtre de l’Europe, Le Volcan – scène nationale du Havre, Théâtre du Nord – CDN, Théâtre de Lorient, Théâtres de la Ville de Luxembourg, Théâtre de Namur, Le Quai – CDN d’Angers, Les Célestins, Théâtre de Lyon, Maison de la Culture de Tournai – Maison de Création, La Coop asbl & Shelter Prod.

Auf Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln, Dauer: ca. 100 Minuten.

Mit Unterstützung von Taxshelter.be, ING, taxshelter du gouvernement fédéral belge, Wallonie-Bruxelles International, Fédération Wallonie-Bruxelles – service théâtre, Loterie nationale.

Foto: Christophe Engels.

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