Emmanuel Walderdorff Galerie zu Gast im Salzkammergut – *ABSTRAKT* mit Vanessa Henn, Charlotte Schnabl, Frank Ahlgrimm, Pedro Boese und Philipp Schönborn

05.08.2017 - 13.08.2017

Eröffnung: Samstag, 5. August 2017, 11 – 16 Uhr

Aurachmühle Sägewerk Rumplmayr, Aurachmühl 3, A-4813 Neukirchen, Österreich

*ABSTRAKT*
Wenn die Emmanuel Walderdorff Galerie an den diesjährigen Salzkammergut Festwochen zum zweiten Jahr in Folge das ehemalige Sägewerk Rumplmayr in Neukirchen als Kunstort in Anspruch nimmt, dann knüpft sie dieses Mal an etwas an, was durch das vorangegangene Projekt an diesem Ort entstanden ist: Letztes Jahr um diese Zeit arbeiteten sechs Künstler/innen vor Ort und es gelang ihnen den charakteristischen Raum zu besetzen und ihm eine neue Bedeutung als Kunstraum zu geben. Dieses Jahr sollen die Früchte dieser Umdeutung geerntet werden, indem mit der Ausstellung von abstrakten Positionen, die keinerlei Bezüge zu der Umgebung schaffen, jene neu gestiftete Identität des Raumes auf den Prüfstand kommt. Mit seiner einzigartigen Architektur dient das Sägewerk jetzt als Projektionsraum für ganz und gar autonome Kunst und muss seine musealen Qualitäten unter Beweis stellen. Die spannende Bewährungsprobe für das Sägewerk wird gleichzeitig für die abstrakten Kunstwerke eine außergewöhnliche Konfrontation mit einem Raum bedeuten, der sich mit seinem starken Charakter nicht widerstandslos unterordnet. Dass diese Symbiose gelingen kann, möchte Emmanuel Walderdorff zusammen mit den Künstlern und Künstlerinnen Vanessa Henn (Objekt, Collage), Charlotte Schnabl (Zeichnung/Objekt), Frank Ahlgrimm (Malerei), Pedro Boese (Radierung/ Malerei) und Philipp Schönborn (Fotografie) unter Beweis stellen. Der Fotograf Philipp Schönborn entdeckt in seinen bewährten Serie die Verwandtschaft zwischen Wegmarkierungen und poetischer Malerei, indem er die unkonventionellen Bildträger – Steine und Bäume – und die naturbedingte Verwitterung als Zeichen der Symbiose zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellt. Frank Ahlgrimm, dessen malerische Werke im Allgemeinen die verschiedensten Techniken verbindet, verursacht auf seinen Leinwänden Kollisionen zwischen dicken Schichten von Ölfarbe und filigranen Strukturen in Sprühfarbe. Eine klare Trennlinie zwischen dem Stofflichen und der Illusion markiert die Unvereinbarkeit zweier unterschiedlicher Begriffe von Raum und Tiefe. Auch beim geometrischen Formenspiel von Pedro Boese ist der Widerstreit zwischen den Modi ein zentrales Motiv – seine Gitterstrukturen erwecken den vordergründigen Eindruck von Wiederholung und verweisen auf die Unendlichkeit. Durch Segmentierung und den Eingriff an den einzelnen Formen arbeitet er dagegen und beweist die Möglichkeit von Individualität in gleichförmigen Strukturen. Charlotte Schnabl nutzt das Medium der Zeichnung als Denkform und Sprache und engagiert sich als Übersetzerin von Eindrücken anderer Sinne in einen visuellen Modus auf Papier, MDF oder in die dreidimensionale Holzfigur. Die Objekte die dabei entstehen können auf wundersame Weise etwas sichtbar machen, das dem Auge vorenthalten war. Auch bei Vanessa Henns Arbeit geht es vorrangig um Wandlungen. Diese stößt die Künstlerin an, indem sie Gegenstände aus der Lebenswirklichkeit als Material nimmt und sie in einem künstlerischen Prozess der Veränderung und Umdeutung von ihren ursprünglichen Funktionen löst. So überführt sie konkrete Gegenstände in den Status des abstrakten Objekts und erschafft auf diese Weise mit jedem Werk eine neue Daseinsform. Genauso will die Galerie letztlich in diesem Jahr mit dem Sägewerk einen Prozess zur Vollendung bringen. So soll die alte Halle mit Hilfe dieser fünf künstlerischen Positionen endgültig sein Gütesiegel als Kunstraum erhalten und sich als solcher auch für die Zukunft etablieren. (Julius Tambornino)

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Galerie Elisabeth & Reinhard Hauff
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