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ARTIST NEWS 
Group Show „Evoking Reality“ with Clément Cogitore, Opening: Saturday, November 24th, 2018, 1 - 8 pm
25.11.18 – 19.05.2019, Daimler Contemporary Berlin, Haus Huth, Alte Potsdamer Str. 5, 10785 Berlin
›Evoking Reality‹ stellt Positionen politischer Fotografie und Videokunst aus der Daimler Art Collection (DAC) vor, die Neukonzeptionen aktueller Realitätsbilder formulieren. Beginnend in den frühen 1990er Jahren erweiterte die DAC ihren Sammlungsschwerpunkt um Werke der Neuen Medien: Fotografie, Video, Objektkunst und installative Arbeiten. Die Neuerwerbungen wurden in der dreiteiligen Ausstellungsreihe ›Photography, Video, Mixed Media I-III‹ zwischen 2003 und 2007 im Berliner Ausstellungsraum Daimler Contemporary vorgestellt. Dieser Fokus auf Fotografie und Video ist seither intensiv weiterverfolgt worden. Die Sammlung umfasst heute ein stetig wachsendes Konvolut bedeutender Arbeiten, die zeitgenössische Perspektiven auf globale Thematiken und politische Konflikte visualisieren. Die Ausstellung ›Evoking Reality‹ widmet sich zeitgenössischen Strategien, die sich von etablierten Darstellungsprinzipien und gängigen Narrativen des Fotojournalismus distanzieren, um ein offenes Wirklichkeitsbild entstehen zu lassen, das auf eine kritische Sensibilisierung des Betrachters zielt. Angesprochen wird ein kritisches Bewusstsein bezogen auf mediale Vermittlungs- und Darstellungsweisen, die das Auge mittels wiederkehrender Leidensbilder und Gewaltszenen seit Jahrzehnten prägen. Ausgehend von einer Re-Lektüre der Publikation ›Das Leiden Anderer betrachten‹ (2005) von Susan Sontag befasst sich die Ausstellung ›Evoking Reality‹ mit aktuellen medialen und konzeptuellen Herangehensweisen an politische, öffentliche und daraus resultierende private Konfliktsituationen. Das Ineinanderblenden von Fiktion, Inszenierung, Konstruktion und Realität verunsichert den Betrachter, der jene Verfremdungsstrategien zugleich unerwartet als realitätsstiftendes Moment erfährt. Offenheit und Vieldeutigkeit fordern den Betrachter auf, sich das Geschehen selbst zu erschließen, visuelle Impulse zu reflektieren und teils auch intellektuell zu revidieren. Wirklichkeit wird als fragiles Konstrukt erfahren, das aus unterschiedlichen Perspektiven stets seine Gestalt ändert. Die Werke dieser Ausstellung evozieren ein Realitätsmoment, das eben durch Vieldeutigkeit, Widersprüchlichkeit, Interkonnektivität und Relativität unsere globale Lebensrealität greifbar werden lässt. Die jüngst erworbene zwölfteilige Fotoserie „Congo Democratic“ (2006) von Guy Tillim, der 2004 Preisträger des ›Mercedes-Benz Award for South African Art and Culture‹ war, wird erstmals in Berlin zu sehen sein. Zudem bilden fotografische Arbeiten u.a. von Jane Alexander, Clément Cogitore, Tacita Dean, Cao Fei, Pieter Hugo, Maya Zack und die Videoinstallationen „Snow White“ (2001) von Bernie Searle, „Mermaids [Erasing the Border of Azkelon]“ (2011) von Sigalit Landau sowie „The amorous Indies“ (2017) von Clément Cogitore Schwerpunkte der Ausstellung. Kuratiert von Renate Wiehager und Nadine Henrich. (Photo: Clément Cogitore: „The amorous Indies“, 2017, still of Video HD, 6 min., Ed. 5 + 1 AP.)
(art.daimler.com/evoking-reality/)



Group Show „HEIMVORTEIL. Deutsche Künstler aus der Sammlung Schaufler“ with Josephine Meckseper, Opening: Sunday, October 28th, 2018, 11:30 am
28.10.18 – 30.06.2019, SCHAUWERK Sindelfingen
Unter dem Titel HEIMVORTEIL zeigt das SCHAUWERK eine Auswahl von mehr als 100 Werken deutscher Künstlerinnen und Künstler aus der Sammlung Schaufler. Damit bietet die Ausstellung einen vielfältigen Überblick über Malerei, Lichtkunst und Skulptur der letzten 60 Jahre in Deutschland. Positionen der ZERO-Avantgarde wie von Werner Bauer, Leo Erb, Heinz Mack sowie Günther Uecker repräsentieren in der Sammlung Schaufler einen bedeutenden Abschnitt deutscher Nachkriegskunstgeschichte. Ihr zentrales Anliegen ist die Überwindung des subjektiv-gestischen Informel zugunsten einer reduzierten elementaren Formensprache mit neuen Materialien. Licht und Bewegung sind dabei wesentliche Gestaltungsmittel. Neben gestischen und expressiven Werken von Georg Baselitz und A.R. Penck liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Vertretern der konkreten Kunst wie Günter Fruhtrunk, Ulrich Erben und Klaus Staudt. Aber auch minimalistische Positionen wie von Imi Knoebel oder konstruktivistische Skulpturen von Christoph Freimann, die beide mit einem größeren Werkkomplex in der Sammlung vertreten sind, wird auch ein Werk von Josephine Meckseper zu sehen sein (Foto: Josephine Meckseper: „Ohne Titel (Black, Red, Gold, Repeated)“ 2001, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018).
(www.schauwerk-sindelfingen.de/de/ausstellungen/vorschau/detail_10816.html)



Clément Cogitore wins 2018 Prix Marcel Duchamp, Announcement: Monday, October 15th, 2018, 7:30 pm
15.10.18 – 14.10.2019, Centre Pompidou, Galerie 4, Niveau 1, Paris
At a ceremony held this evening in Paris, the Centre Pompidou and the Association pour la Diffusion Internationale de l’Art Français announced that Clément Cogitore has won this year’s Prix Marcel Duchamp, an award given out annually to an artist working in France. (Cogitore is based in Paris.) Mohamed Bourouissa, Thu Van Tran, and Marie Voignier were also nominated for this year’s prize. According to a release, Cogitore is the first filmmaker to win the award. Cogitore is best-known for his feature-length films, most notably Neither Heaven Nor Earth (2015), which follows a troop of soldiers deployed in Afghanistan as they disappear one by one. That film premiered at the Cannes Film Festival and was nominated for the César award for best first film. In addition to his theatrically released work, Cogitore also makes video installations and photographs, and they have been the subject of solo exhibitions around Europe, at venues such as the Palais de Tokyo in Paris and Ikon Gallery in Birmingham, England. The focus of much of his work is the nature of collective memory and the role of rituals within communities. His work shown at the Pompidou’s Prix Marcel Duchamp show focused on a fictional female character whose identity Cogitore constructed entirely through ready-made materials, such as images culled from photo libraries and promotional materials for films. As winner of the Prix Marcel Duchamp, Cogitore will take home €35,000, or about $40,500. He was selected by a committee that included Bernard Blistène, director of the Centre Pompidou; Gilles Fuches, a collector and the president of ADIAF; Jean-Claude Grandur, a collector and the president of the Fondation Grandur pour l’Art in Geneva; Maja Hoffmann, a collector and the president of the Luma Foundation in Arles, France; Laurent Le Bon, president of the Musée Picasso in Paris; Marina Loshak, director of the Pushkin Museum of Fine Arts in Moscow; and Akhemi Shiraha, a representative for the Marcel Duchamp Association. Past winners of the Prix Marcel Duchamp include Kader Attia (2016), Cyprien Gaillard (2010), Dominique Gonzalez-Foerster (2002), Joana Hadjithomas and Khalil Joreige (2017), and Thomas Hirschhorn (2000). (Copyright 2018, Art Media ARTNEWS, llc. 110 Greene Street, 2nd Fl., New York, N.Y. 10012. All rights reserved. Photo: Clément Cogitore.)
(www.artnews.com/2018/10/15/clement-cogitore-wins-2018-prix-marcel-duchamp/)



Group Show „Brisante Träume – Die Kunst der Weltausstellung“ with Tim Berresheim, Opening: Friday, October 12th, 2018
13.10.18 – 10.02.2019, Marta Herford
Parallel an zwei Orten – im Kunstmuseum Ahlen und im Marta Herford – widmet sich diese Ausstellung der faszinierenden Geschichte der Expos. Im Dialog mit zeitgenössischen KünstlerInnen rückt die „beste Weltausstellung der Welt“ Themen ins Zentrum, die heute ebenso brisant sind wie vor über 100 Jahren. 1851 eröffnete im legendären Kristallpalast im Londoner Hyde Park die erste Weltausstellung. Seitdem hat sie sich zu einem geschichtsträchtigen Spektakel rund um nationale Leistungen, Visionen und Ideologien entwickelt. Auch die Künste spielten bei diesen bis heute aufwändig inszenierten Großveranstaltungen eine wichtige Rolle. KünstlerInnen und ihre Werke treten gleichermaßen als Botschafter und Propagandisten, als freigeistige Akteure und instrumentalisierte Landesvertreter auf. Bildgewaltig und in dichter Atmosphäre wird diese Doppelausstellung zeitgleich mit dem Kunstmuseum Ahlen fünf exemplarische Expos neu zum Leben erwecken. Zeitgenössische KünstlerInnen rücken die packenden Themen wiederum in aktuelle Kontexte und werfen Fragen nach der Funktion von Kunst in der Gesellschaft auf (Foto: Tim Berresheim: „Kartoffelbovist – Haare, Pilze, Holz und Floozies – Anaglyph“, 2018).
(marta-herford.de/ausstellungen/brisante-traeume/)



L’Annonce du Laurést du Prix Marcel Duchamp 2018 with Clément Cogitore, Announcement: Monday, October 15th, 2018, 7:30 pm
09.10. – 31.12.2018, Centre Pompidou, Galerie 4, Niveau 1, Paris
Prix Marcel Duchamp 2018: Les Nommés: The four finalists for the Marcel Duchamp Prize have been invited to exhibit at the Centre Pompidou. Established by the Association for the International Diffusion of French Art (ADIAF) and organised in partnership with the Centre Pompidou, this is one of the most prestigious contemporary art prizes in the world. This year’s edition offers an insight into the art scene in France, with the opportunity to discover the unique creations of Mohamed Bourouissa, Clément Cogitore, Thu-Van Tran and Marie Voignier. The exhibition is a reflection of common concerns: rewriting the narrative in the midst of media saturation and applying new conditions to memory experiences. Clément Cogitore: Since the end of the 2000s, Clément Cogitore has favoured the medium of film for his work, alternating between fixed and moving images, and between the cinematographic format and installations. The notion of ritual and manifestation of the sacred underpins all of his work, which is inspired by gatherings, community happenings and present-day expressions of faith, however erratic and aimless they may be. Amalgamating the norms of fiction and documentary, the artist also draws on the model of painting. Light and shade have an almost structural function in his work: from the uprisings in Tahrir Square in 2012 to the ecstatic crowds at a rock concert, from inside a collection of paintings to the desert landscapes of Siberia, the images of the modern world become visions. For the exhibition, Clément Cogitore worked with recovered materials. The story of a female character is told through a series of anonymous and stereotypical scenes, which were obtained from image libraries around the world used by producers of promotional films. These empty vessels, whose meaning changes depending on how they are used, are taken by the artist to another place. Shown on a large LED screen, the film tests perception, messing with the usual slickness and immediacy of the media approach.
(www.centrepompidou.fr/cpv/agenda/event.action?param.id=FR_R-2abaf81e9736fdab6ec2b6eb6f25ef3f&param.idSource=FR_E-2abaf81e9736fdab6ec2b6eb6f25ef3f)



Prix Marcel Duchamp 2018 Show with Clément Cogitore, Opening: Tuesday, October 9th, 2018, 6-8:30 pm
09.10. – 31.12.2018, Centre Pompidou, Galerie 4, Niveau 1, Paris
Prix Marcel Duchamp 2018: Les Nommés: The four finalists for the Marcel Duchamp Prize have been invited to exhibit at the Centre Pompidou. Established by the Association for the International Diffusion of French Art (ADIAF) and organised in partnership with the Centre Pompidou, this is one of the most prestigious contemporary art prizes in the world. This year’s edition offers an insight into the art scene in France, with the opportunity to discover the unique creations of Mohamed Bourouissa, Clément Cogitore, Thu-Van Tran and Marie Voignier. The exhibition is a reflection of common concerns: rewriting the narrative in the midst of media saturation and applying new conditions to memory experiences. Clément Cogitore: Since the end of the 2000s, Clément Cogitore has favoured the medium of film for his work, alternating between fixed and moving images, and between the cinematographic format and installations. The notion of ritual and manifestation of the sacred underpins all of his work, which is inspired by gatherings, community happenings and present-day expressions of faith, however erratic and aimless they may be. Amalgamating the norms of fiction and documentary, the artist also draws on the model of painting. Light and shade have an almost structural function in his work: from the uprisings in Tahrir Square in 2012 to the ecstatic crowds at a rock concert, from inside a collection of paintings to the desert landscapes of Siberia, the images of the modern world become visions. For the exhibition, Clément Cogitore worked with recovered materials. The story of a female character is told through a series of anonymous and stereotypical scenes, which were obtained from image libraries around the world used by producers of promotional films. These empty vessels, whose meaning changes depending on how they are used, are taken by the artist to another place. Shown on a large LED screen, the film tests perception, messing with the usual slickness and immediacy of the media approach.
(www.centrepompidou.fr/cpv/agenda/event.action?param.id=FR_R-2abaf81e9736fdab6ec2b6eb6f25ef3f&param.idSource=FR_E-2abaf81e9736fdab6ec2b6eb6f25ef3f)



Solo Show „Julio Rondo. O.K., LET’S PANIC LATER“, Opening: Friday, October 5th, 2018, 7 pm
05.10. – 30.11.2018, Grölle Pass Projects, Friedrich-Ebert-Str. 143 e, 42117 Wuppertal
(Image: Julio Rondo: „Easy“, 2018, acrylic behind glass, acrylic and chrome varnish on wood, wooden frame, 152 x 122 cm.)
(www.passprojects.com)



Solo Show „Tim Berresheim. Harry Rag“, Opening: Thursday, October 4th, 2018
05.10.18 – 12.01.2019, Belmacz, London
The first UK solo show by German artist, Tim Berresheim, features a multitude of elements: the iconography of the cigarette butt, several autonomously drawing robots, his electronic music and experimental, digital configurations. Berresheim’s innovative, high-tech computer rendered images create a radical new interface located between technology and art. In it, highly complex, yet immensely playful arrangements of digital and analogue pictorial devices are merged. For instance, Berresheim flays the human body and reintroduces it in the fourth dimension through laser scanning, creating a digital skin-surface as a ‘point-cloud’ to manipulate and probe. Such augmented realities challenge the viewer’s perceptions and habitual experiences. When confronted with the potential for digital art to continuously update and mutate, the artist’s methods hold unlimited possibilities of production through automation. At the same time, his practise reaches deep within the pre-media art historical context, playing with the Western iconography and particularly the visual low-technology of Renaissance painting: hair tufts that give shape to binary code rather than adorn shoulders; and his app which expands linear perspective into four dimensions. Throughout the duration of the show there will be an extensive program expanding the artist’s realm with augmented bonus material, interviews, talks and music by his band ‘The Wait Watchers’.
(belmacz.com/exhibitions/harry-rag/)



Group Show „Light Box – 18 aktuelle Positionen“ with Tim Berresheim, Opening: Sunday, September 23rd, 2018, 11:30 am
23.09.18 – 17.03.2019, Kunstmuseum Celle
Der Leuchtkasten ist aus der Kunst nicht mehr wegzudenken: Seit den 80er Jahren ist er fester Bestandteil der Gegenwartskunst. Die Ausstellung „Light Box“ bietet erstmals einen Überblick über das fa­cet­ten­reiche künstlerische Medium des Leuchtkastens. 18 Positionen national und international renommierter Künstlerinnen und Künstler werden gezeigt, die mit diesem Medium arbeiten. Fotografisch, installativ, malerisch, skulptural – die Light Box mäandert zwischen den künstlerischen Genres. Das im und vom Kasten ausstrahlende Licht wirkt auf den Umgebungsraum und füllt ihn mit einem betörenden Schein. Die Strahlkraft und Präsenz des Mediums vereint die verschiedenen Positionen. Sie ziehen die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann. Die Ausstellung bringt zwei prägnante Orte in Dialog und Verbindung: das Kunstmuseum Celle und die Stadtkirche St. Marien. Für die Stadtkirche sind zwei künstlerische Positionen vorgesehen. Die übrigen Positionen werden im Kunstmuseum gezeigt. Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Peter Basseler Tim Berresheim Kota Ezawa Sebastian Hempel Annika Hippler Stephan Huber Alfredo Jaar Kazuo Katase Hans Kotter Mischa Kuball Mader Wiermann molitor&kuzmin Lienhard von Monkiewitsch Daniel Pflumm Patrick Raynaud Christine Schulz Paul Schwer Edwin Zwakman (Foto: Tim Berresheims „Condition Tidiness. Rude Light IV“ im Kunstmuseum Celle, fotografiert von Thomas Langreder).
(kunst.celle.de/Ausstellungen/09-18-LIGHT-BOX)



Solo Show „Ergül Cengiz / ZERRE“, Opening: Friday, September 14th, 2018, 7 pm
14.09. – 26.10.2018, GALERIE FRANÇOISE HEITSCH, Amalienstr. 19, 80333 München
In der Ausstellung ZERRE (türkisch; Partikel) von Ergül Cengiz, in der Galerie Françoise Heitsch werden großformatige Scherenschnitte, Linoldrucke und Tuschzeichnungen gezeigt. Das Grundthema von Ergül Cengiz sind die unterschiedlichen Sehgewohnheiten in der abendländischen und morgenländischen Tradition. Sie verwebt beide Sichtweisen in räumlich erfahrbaren Installationen. Mit Formen, Mustern und Farben experimentiert sie gekonnt und führt uns in die irre, wie in einem Spiel. Wir werden uns beim genauen Hinschauen ertappen ob ein bestimmtes Muster oder eine Form einem orientalischen oder abendländischen Hintergrund entspringt. Wie könnten wir uns auch sicher sein, da der Orient schon seit Jahrhunderten Europa fasziniert durch opulente aber auch schlichte Ornamente und uns in seinem Bann hält. Der Orient ist tief in unserem Unterbewusstsein präsent, als gelegentlich abrufbarer Kontingent von Kostbarkeiten. Dort ist er unberührt von den sonstigen Klischees, die man gerne wenn fremd als Synonym mit feindlich setzt. Belohnt werden wir, wenn wir die sprudende Kraft wahrnehmen, die zwischen Orient und Okzident entspringt, und wir sie als Quelle von Toleranz und Ästhetik und als ein Signal für eine friedliche Koexistenz definieren lernen.  /////// In Ergül Cengiz’s exhibition ZERRE (Turkish: Partikel) large-sized paper cuts, linoleum prints as well as pen and ink drawings are on display at Galerie Françoise Heitsch. The main theme of Ergül Cengiz’s work are the various different viewing habits traceable within the occidental and the oriental traditions. She interweaves both ways of seeing in tangible spatial installations. She experiments skilfully with forms, patterns, and colours while she leads us astray at the same time – as if it were a game. Upon closer inspection, we will catch ourselves trying to figure out whether a particular pattern originates from an oriental or occidental background. And, how could we be even sure, if the Orient has fascinated and kept Europe under its spell with its opulent yet also modest ornaments for centuries. As an occasionally retrievable contingent of valuables, for us, the Orient is subconsciously ever-present. There, it remains untouched by any cliches, often used if something alien becomes the synonym of something hostile. We are rewarded once we perceive the sparkling force that originates between Orient and Occident, and once we learn to define it as the source of tolerance and aesthetic as well as a signal for peaceful coexistence. (Image: Ergül Cengiz, 2018.)
(www.francoiseheitsch.de)



Group Show „The Women Behind“ with Julika Rudelius
14.09. – 28.12.2018, Museum on the Seam, Jerusalem, ISRAEL
The group exhibition exposes us, the viewers, to the inner world of women, while identifying cases of subjugation and discrimination that mostly occur in the private and public spheres. The images portray a harsh reality that oblige us to open our eyes and boldly observe them closely, and thus to express our solidarity with this struggle. The exhibition seeks to increase awareness for women’s equality and liberation, and through the series of images, to deconstruct the power structures that constitute gender relations in our society, while observing the latent social and cultural strata, thus exposing global manifestations of exploitation, abuse and exclusion. The works featured in the exhibition refer the viewers to a social construction of a harsh reality that has become the norm of a patriarchal society, in which authority and institutionalized power are still concentrated in the hands of men. A society that pre-determined the rules of the game for many women, rules of subjugation that inflict suffering and discrimination, and place them in a cycle of fear, locked behind a veil of violence and prejudice. While human rights and feminist movements are far more active today than in the past, increasing the hope for better days to come, the Museum on the Seam has committed itself to changing this long existing reality, by raising awareness and sensitivity and conveying a message of gender equality. (Photo: Julika Rudelius: Film still of „FOREVER“, 2006, video installation, 16:40 min.)
(www.mots.org.il/Eng/Exhibitions/The-women-behind.asp)



Group Show „Die Macht der Vervielfältigung. Druckgrafik im Land der Gauchos“ with Tim Berresheim, Opening: Tuesday, September 11th, 2018
11.09. – 11.11.2018, Project of the Goethe-Institut Porto Alegre at Museu de Arte do Rio Grande do Sul, Porto Alegre, Brazil
Das Projekt „Die Macht der Vervielfältigung“ des Goethe-Instituts Porto Alegre lädt zu einer künstlerischen und kunsttheoretischen Auseinandersetzung mit dem heutigen Begriff der Reproduktion ein. Nun beleuchten 14 deutsche und brasilianische Künstlerinnen und Künstler im Museu de Arte do Rio Grande do Sul verschiedene Facetten der Vervielfältigung im digitalen Zeitalter. Es ist kein Zufall, dass die Arbeit des Künstlers Thomas Kilpper im Zentrum der großen Ausstellungshalle von Porto Alegres Museu de Arte do Rio Grande do Sul steht. Erinnert sie doch am ehesten an das, was gemeinhin unter Druckgrafik verstanden wird: In roten Großbuchstaben auf einem wehenden Banner zieht sich das Motto „Another world is necessary“ über eine grün-rote Bildfläche. Dazwischen sind Porträts von Personen der Zeitgeschichte zu erkennen: der ehemalige US-Präsident Lyndon B. Johnson etwa oder der brasilianische Umweltaktivist José Lutzenberger. Kilpper schnitzte die Szenerie in den Parkettfußboden der brasilianischen Künstlerresidenz Vila Flores und „druckte“ das Bild mit den eigenen Füßen auf eine darüber gelegte Leinwand. Anwesenheit und Abwesenheit. Die neun brasilianischen und fünf deutschen Künstlerinnen und Künstler, die Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf, unter dem Titel „O Poder da Multiplicação - Die Macht der Vervielfältigung“ in dem Kunstmuseum im Süden Brasiliens versammelt hat, zeigen, dass sich künstlerische Reproduktion längst nicht mehr auf die klassischen Techniken wie Holzdruck oder Radierung beschränkt. Die deutsche Künstlerin Hanna Hennenkemper beregnet ihre mit alten Werkzeugen belegten Druckplatten mit Harzstaub, um den Eindruck eines archäologischen Artefakts zu erwecken. Regina Silveira, die Grande Dame der brasilianischen Kunst, kreuzt traditionelle Grafik-Techniken mit neueren, industriellen Druckverfahren wie Offset, Heliografie oder Mikrofilm, um Fragen von Licht und Schatten, Anwesenheit und Abwesenheit, Macht und Herrschaft zu thematisieren. Ein politischer Anspruch. Wie stark mit den Reproduktionstechniken immer noch ein politischer Anspruch verbunden ist, zeigen die Arbeiten des brasilianischen Künstlers Xadalu. Mit dem im Siebdruck-Verfahren hergestellten Kopf eines Guarani, den er überall in Porto Alegre plakatiert hat, will er an die jahrhundertelang von den portugiesischen Kolonisatoren unterdrückte, indigene Gemeinschaft erinnern. Eine Gruppe Guarani, mit denen Xadalu regelmäßig zusammenarbeitet, steuerte eine farbenprächtige Musikperformance zu der übervollen Eröffnung der Schau am Dienstagabend bei. Porto Alegre erscheint als Veranstaltungsort auf den ersten Blick ungewöhnlich. Der brasilianische Bundesstaat Rio Grande do Azul, dessen Hauptstadt die Metropole mit vier Millionen Einwohnern ist, gilt als Land der Gauchos, wie die Cowboys hier heißen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es aber auch Druckgrafik in Rio Grande do Sul. Angestoßen durch die deutschen Einwanderer entstanden hier in den fünfziger Jahren viele Druckclubs, die zum Vorbild ähnlicher Initiativen für kollektives künstlerisches Arbeiten in ganz Südamerika wurden. Die Zukunft der Reproduktion im digitalen Zeitalter. Die Ausstellung führt das Projekt „The Power of Printmaking“ weiter, mit dem das Goethe-Institut Porto Alegre vor zwei Jahren historische Positionen der brasilianischen Druckkunst von 1960-2015 präsentiert hatte. Mit „Die Macht der Vervielfältigung“ schließt der Diskurs nun in die Gegenwart auf. „Wir wollen die Zukunft der Reproduktion im digitalen Zeitalter diskutieren“, erklärt Institutsleiterin Marina Ludemann die Motive hinter ihrem ambitionierten Langzeitprojekt über das hierzulande eher unbekannte, gemeinsame kulturelle Erbe zwischen Deutschland und Brasilien. „Was im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks verkümmert, das ist seine Aura.“ Die Feststellung Walter Benjamins in seinem berühmtem Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit“ hat sich nicht bewahrheitet. Sonst würden die Kunstfreunde nicht weiter Schlange vor der echten Mona Lisa im Pariser Louvre stehen. Und dass auch die Reproduktionstechnik eine ganz eigene Aura entwickeln kann, zeigt in Porto Alegre der Künstler Tim Berresheim. Er hat seine Serie von Zeichnungen „The Early Birds“ von 2012 mit Hilfe komplizierter Berechnungen in einen dreidimensionalen Bildraum überführt, den man mit einer App ansteuern kann. Wenn man vor der großen Wand der zentralen Ausstellungshalle hinter der 3-D-Brille den Schnabel eines der riesigen Vögel vor Augen hat, meint man, das „sonderbare Gespinst aus Raum und Zeit“ zu sehen, das schon Benjamin faszinierte. (Image: Museu de Arte do Rio Grande do Sul, photo: Fabio Alt @ Goethe Institut Porto Alegre).
(www.goethe.de/de/uun/akt/21367063.html?utm_source=newamerika+final&utm_campaign=ea9531be00-EMAIL_CAMPAIGN_2018_09_13_12_18_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_6fb297156c-ea9531be00-423763625)



On View: ‘I Put on a Mask and I Become That Spirit’: Watch Artist Joan Jonas Combine Drawing, Video, and Performance to Create Her Seminal Works. As part of a collaboration with Art21, hear news-making artists describe their inspirations in their own words.
26.07.18 – 28.07.2019,
For the past five decades, Joan Jonas has created work that seamlessly blends live performance, drawing, installation, video, and music. In the process, she has become one of the most influential and multidimensional artists working today. Now 82, Jonas is showing no signs of slowing down. This summer, two museums will showcase her work: the eponymously titled career retrospective “Joan Jonas” at the Tate in London and, across the pond, “Ice Drawing” at the MFA Boston. In her piece Reanimation, originally performed in 2012, she incorporates manifold modes of communication ranging from chalk drawings to closed-circuit video projections, all in the company of an otherworldly musical score. In 2014, Jonas spoke to Art21 about her intensive practice and the many sources of inspiration that have informed her work. Her collaborator for Reanimation is the pianist and artist Jason Moran, who admittedly struggled to keep pace with the octagenarian powerhouse. In the dual-interview, Moran tells Art21, “I wasn’t prepared for how rigorous the process is. And Joan really toils over this material through the text, through the images, through her movements, through the wardrobe, through the sounds that she’s going to make.” The combination of multi-sensory expression is something Jonas has become known for since she first began performance-based work in the early 1960s. During a trip to the Southwest, the artist saw the Hopi Snake Dance, where the participants don masks, “It not only transforms the body but they become something else,” she said of the act. That mode of physical transformation led her to experiment with actual masks (some bought from erotic stores, others hand-made) and to embrace the intuitive side of performing live in front of an audience, “I put on a mask,” she said, “and I become that spirit.” Jonas also learned how to articulate her modes of expression so that others can perform her conceptual works, while she stands back, conducting them in a sort of philosophical ballet. She told Art21 about re-working an early performance, Mirror Piece, where participants hold full-length vertical mirrors in front of them, facing the audience. “I liked the way the audience is uneasy seeing themselves in the mirror,” she said. “They’re not just reflecting the audience; the mirrors are reflecting the space and the other performers. So I like the dimensionality of this.” To this day, Jonas continues to conjure new ideas of space and performance in her works, defying categorization at every turn. Watch the full conversation between Joan Jonas and Jason Moran, which originally appeared as part of “Art in the Twenty-First Century” series on PBS, below. “Joan Jonas” is on view at the Tate Modern in London through August 5; “Joan Jonas: Ice Drawings” is on view at the MFA Boston through September 3. (Photo: Joan Jonas performing Reanimation, still from Art21 “Fiction” (2014). Courtesy of Art21.)
(news.artnet.com/exhibitions/joan-jonas-art21-1323164?utm_content=from_&utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=Europe%20July%2027&utm_term=New%20Euro%20%2B%20Newsletter%20List)



PLAY Kortrijk – Circuit for Contemporary Art with Marc Bijl
23.06. – 11.11.2018, City of Kortrijk, Belgium
PLAY is a headstrong city festival organised from 23 June to 11 November 2018 that will take over the centre of Kortrijk with contemporary artworks (curated by Hilde Teerlinck and Patrick Ronse). You can immerse yourself in the unique world of national and international visual art at diverse indoor and outdoor locations in the city. During PLAY, the city not only serves as a canvas; bit by bit the festival simultaneously dissects our relationship with 'play'. How does play influence our social behaviour? How does 'play' reflect the evolution of our society? How important is play for our motor and cognitive development? Kortrijk is a member of the UNESCO Creative Cities Network, was officially named a child and youth-friendly city and is chosen as European City of Sport 2018. Kortrijk is growing, flourishing and above all, does not stand still. And it is precisely this continuous urban metamorphosis that makes the West Flanders city the dream décor for PLAY. Not only a breeding ground for regional, national and international talent, but also a springboard that offers opportunities. This unexpected creative melting pot carefully connects different disciplines such as art, design, education and entrepreneurship. A city with a generous dose of daring, sense of creative entrepreneurship and above all, the (play)room to experiment. (Image: Marc Bijl: „Lara Croft. La rivoluzione siamo noi“, 2002.)
(www.playkortrijk.be/en)



Joan Jonas wins 2018 Kyoto Prize
19.06.18 – 19.06.2019, The Inamori Foundation in Japan, Kyoto
The Inamori Foundation in Japan has revealed the winners of this year’s Kyoto Prize, which is presented annually in each of the following categories: advanced technology, basic sciences, and arts and philosophy. The recipients – neurologist Karl Deisseroth, mathematician Masaki Kashiwara, and artist Joan Jonas – will each be presented with a twenty-karat gold medal and more than $ 900,000. Born in New York in 1936, Jonas originally trained as a sculptor but soon became a pioneer of performance and video art. Deeply influenced by the work of Trisha Brown, with whom she studied dance, as well as by John Cage and Claes Oldenburg, Jonas is known for producing work that engages with myths, rituals, poems, folk songs, and texts from around the world. “Creating labyrinth-like works that lead audiences to diverse interpretations, she hands down the legacy of 1960s avant-garde art by developing it into a postmodern framework, profoundly impacting artists of later generations,” the prize said in a statement. The recipient of numerous honors and awards, Jonas represented the United States at the Fifty-Sixth Venice Biennale, which took place in 2015. She also received the Lifetime Achievement Award from the Solomon R. Guggenheim Museum in 2009. A longtime educator, Jonas has taught at the State Academy of Fine Arts Stuttgart in Germany and the Massachusetts Institute of Technology for many years. An exhibition dedicated to the artist’s work – the largest survey to be held in the UK – is currently on view at Tate Modern in London. Founded by Kazuo Inamori, chairman emeritus of the Kyocera Corporation in 1984, the international award honors those who have made significant contributions to the scientific, cultural, and spiritual betterment of mankind. In March of next year, Jonas will give a lecture at the Kyoto Prize Symposium, which will take place in San Diego, California (image: Joan Jonas in her studio in New York. Photo: Mike McGregor for The Observer.)
(www.artforum.com/news/joan-jonas-wins-2018-kyoto-prize-75753)



New catalogue „more or everything“ by Wolfgang Flad
06.02.18 – 06.02.2019,
„WOLFGANG FLAD. more or everything“, ed. Atelier Wolfgang Flad & Sylvia van der Woude, Berlin: VfmK Verlag für moderne Kunst 2018, S. 191.
(www.wolfgangflad.de/)



Herzlichen Glückwunsch Thomas Locher!
08.02.17 – 08.02.2022, HGB Leipzig – Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Der Erweiterte Senat der HGB Leipzig hat gestern (08.02.2017) den Künstler Thomas Locher zum neuen Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig gewählt. Die Amtszeit des neuen Rektors beträgt fünf Jahre. Thomas Locher löst mit seiner Wahl Prof. Dr. Ana Dimke ab, die seit 2011 Rektorin der HGB war und zum 1. April 2016 aus persönlichen Gründen aus dem Amt ausgeschied. „Ich bin sehr glücklich über die Wahl! Mich ehrt das entgegengebrachte Vertrauen, das ich unbedingt zurück geben möchte“, sagte Thomas Locher nach der Wahl. „Ich freue mich auf interessante und produktive Jahre mit den Studierenden und den KollegInnen an der HGB Leipzig.“ Thomas Locher, geboren 1956 in Munderkingen, ist Künstler. Von 1979 bis 1985 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1981 bis 1985 an der Universität Stuttgart. Locher lehrte international an Kunstakademien, Fachhochschulen und Universitäten (Merzakademie Stuttgart, Technische Universität Wien) und war von 2008 bis 2016 Professor an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Thomas Locher ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Er lebte von 1986 bis 2000 in Köln, arbeitet und lebt nun in Berlin und Kopenhagen. Thomas Locher stellte weltweit aus, u. a. in der Tate Gallery, Liverpool (1989), im Museum of Contemporary Art, Sidney (1992), im Museum of Modern Art, Saitama/Japan (1994), in den Deichtorhallen, Hamburg (2004) und im Museum of Modern Art, New York (2006). Lochers Arbeiten sind heute in großen öffentlichen Sammlungen vertreten, wie im Museu d’Art Contemporani de Barcelona, im Museum of Modern Art, New York, in der Vancouver Art Gallery, in der Grafischen Sammlung Albertina, Wien und in der Staatsgalerie Stuttgart. Foto: Erich Malter
(www.hgb-leipzig.de/)